Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

Dekanatsbezirk Rügheim

Evang.-Luth. Dekanat – Pfarrgasse 7 – 97461 Hofheim in Unterfranken

 

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Frühjahrssynode des Evang.-Luth. Dekanats Rügheim

Festgottesdienst, Bericht des Präsidiums und des Dekans sowie die Neuwahl des Präsidiums und Dekanatsausschusses prägten die Frühjahrssynode des Evang.-Luth. Dekanats am Sonntag, 31.3.2019 Daneben ging es noch um Kenntnisnahme des Haushalts, Beratung und Beschluss zu Dekanatsumlagen bzw. zum Haushaltsplan und zur Jahresrechnung.

Gottesdienst

Die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes lag in den Händen des Kleinen Bezirksposaunenchors unter der Leitung von Jürgen Koch sowie des Bezirkskantors Matthias Göttemann an der Orgel. Die Liturgie teilte sich Dekan Jürgen Blechschmidt mit Pfarrerin Christina Lungfiel, die auch die Predigt hielt, und den beiden noch amtierenden Präsidiumsmitgliedern Gisela Schott und Gerhard Koch.

Bei ihrer Auslegung zu einem Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium ging es Pfarrerin Lungfiel um die grundsätzliche Frage „Glaubst du das?“ Wie leichtfertig, ja oft zu selbstverständlich kommen uns die Worte des christlichen Glaubensbekenntnisses über die Lippen. Glauben wir wirklich an ein Leben nach dem Tod? Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Beweise, „und trotzdem dürfen wir daran glauben, weil es eben mehr zwischen Himmel und Erde gibt als unsere Augen sehen können, weil Gott immer um uns ist – auch unbemerkt,“ so Lungfiel wörtlich. Um nach der immer dringlicher gestellten Frage genügend Zeit zu einer persönlichen Antwort zu geben, unterbrach Lungfiel dreimal ihre Predigt, und die Gottesdienstbesucher bekamen – musikalisch unterstützt von ruhigen Orgelklängen – die Möglichkeit, in sich hineinzuhören und sich „in einer ruhigen Minute“ mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurden die bisherigen Mitglieder des Dekanatsausschusses (DA) verabschiedet und von ihrem Amt entpflichtet. Es handelt sich dabei um Wolfgang Günzler, Doris Hochrein, Gerhard Koch, Elisabeth Köhler, Walter Schmidt, Gisela Schott, Charlotte Seitz und Helmut Sperber, die Pfarrer Bernd Grosser, Hans-Christian Neiber und Wolfgang Scheidel sowie die Pfarrerinnen Sonja von Aschen, Melanie von Truchseß und Claudia Winterstein. Einige der Genannten stellten sich am Nachmittag zur Wiederwahl für den Dekanatsausschuss und erhielten erneut das Vertrauen des Gremiums. Dekan Blechschmidt nahm die Gelegenheit wahr, sich bei den scheidenden DA-Mitgliedern zu bedanken und überreichte ihnen ein kleines Präsent. Der Gottesdienst endete mit der Verpflichtung der neuen bzw. wiedergewählten Synodalen.

Tagesordnung im Martin-Luther-Haus

Eingangs hieß Blechschmidt die Gäste willkommen, unter ihnen die beiden Landessynodalen Traudi Wießler und Robert Glenk sowie Kreiskirchenrat Dr. Ulrich Neundorf vom Nachbarkirchenkreis Hildburghausen-Eisfeld. Er begrüßte zudem Dr. Norbert Kern, den Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim sowie Sabrina Göckel, die stellvertretende Geschäftsführerin des Kirchengemeindeamtes, die es im Laufe des Nachmittags verstand, den Synodalen die Haushaltssystematik in vereinfachter und verständlicher, aber auch humorvoller Weise zu verdeutlichen.

Seinen Rückblick durch die vergangenen sechs Jahre untermauerte der Dekan mit einem Bilderstreifzug und weckte bei den Anwesenden so manche Erinnerung an verschiedene Höhepunkte im genannten Zeitraum, so z. B. an das Christusfest, die Lutherdekade und das große Jubiläum. Die Mitglieder des DA berichteten ihrerseits von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen im Laufe ihrer Amtszeit.

Im Bericht des Präsidiums und des Dekans gingen Blechschmidt, Koch und Schott auch auf die Situation bei den Pfarrstellen ein und gaben bekannt, dass es derzeit drei Vakanzen im Dekanat gibt, nämlich Oberlauringen, Rentweinsdorf und die halbe Pfarrstelle Haßfurt II; alle werden dankenswerterweise von anderen Pfarramtskollegen mitgeführt.

Neuwahlen

Einen wahrhaften Wahlmarathon hatte der Wahlausschuss – besetzt mit den beiden Geistlichen Bernd Grosser und Martin Popp-Posekardt sowie Gisela Schott – zu bewältigen: Neben der Wahl des Präsidiums stand zudem die Neuwahl des Dekanatsausschusses auf dem Programm. Da im Letzteren sowohl Pfarrer*innen als auch „Laien“ zum Teil kraft Amtes, zum Teil gewählt werden mussten, hatte das Team alle Hände voll zu tun, um die Wahl reibungslos abzuwickeln. Zwischenzeitlich erläuterte Sabrina Göckel das Verfahren zu Haushaltsplänen und Jahresrechnungen. Die Synode sprach sich dafür aus, die bewährte Regelung – Dekanatsausschuss berät und beschließt, Synode nimmt zur Kenntnis – beizubehalten. Die Senkung der Dekanatsumlage auf 50 Cent pro Gemeindeglied wurde ebenso befürwortet, wie die sog. Ergänzungszuweisung, die derzeit bei 5 % liegt; die Umlage für das Diakonische Werk Haßberge wurde auf einen Euro pro Gemeindeglied festgelegt.

Das Ergebnis in Bezug auf die Mitglieder des Dekanatsausschusses sieht wie folgt aus: Aus der Gruppe der Ordinierten wurden gewählt Sonja von Aschen, Jan Lungfiel, Wolfgang Scheidel und Melanie von Truchseß; qua Amt sind dabei: Dekan Jürgen Blechschmidt und dessen Stellvertreter Bernd Grosser. Aus den Reihen der Nicht-Ordinierten wurden gewählt Rainer Elflein, Wolfgang Günzler, Doris Hochrein, Elisabeth Köhler und Nora Koppitz; das Präsidium besteht aus Gerhard Koch und Charlotte Seitz.

Im Rahmen der Schlussandacht wurden die oben genannten Mitglieder des gewählten Dekanatsausschusses von Dekan Blechschmidt in ihr Amt eingeführt, ehe die Frühjahrssynode mit Gedanken zum Wochenspruch, Liedern, Gebeten und Segen schloss.

Jens Fertinger

Fotos: Jens Fertinger