Feierliche Einführung und Berufung auf Lebenszeit in der Schlosskirche Fischbach

Einführung Lena Gleußner von Helmut Will
Bildrechte Helmut Will

Von Helmut Will

Mit festlicher Musik, spürbarer Freude und großer Dankbarkeit wurde Pfarrerin Lena Gleußner (35) in einem feierlichen Gottesdienst in der Schlosskirche Fischbach offiziell in ihr Amt in der evangelischen Kirchengemeinde Eyrichshof-Fischbach eingeführt. Zugleich markierte dieser besondere Gottesdienst den Abschluss ihres Probedienstes und ihre Berufung als Pfarrerin auf Lebenszeit. Der Gottesdienst wurde an der Orgel von Manfred Eller und vom Posaunenchor mit Dirigenten Helmut Horn begleitet.

Im Mittelpunkt der Predigt von Dekanin Anne Salzbrenner stand die Berufung des Propheten Hesekiel. Der biblische Text machte deutlich, dass es Gott selbst ist, der Menschen in seinen Dienst ruft, sie „auf die Füße stellt“ und ihnen einen Auftrag anvertraut. Dieser Gedanke wurde auf den heutigen Pfarrdienst übertragen: Nicht menschliche Institutionen allein, sondern Gott selbst sendet und stärkt diejenigen, die sein Wort verkündigen. Dekanin Anne Salzbrenner betonte in diesem Zusammenhang, dass der Dienst als Pfarrerin oder Pfarrer zwar herausfordernd sein kann, aber immer wieder neu von Gottes Geist getragen wird. Im Rahmen der Liturgie bekannte die Gemeinde gemeinsam ihren Glauben, bat im Lied um den Heiligen Geist und lernte die Assistierenden des Gottesdienstes kennen. In den Einführungsfragen erklärte Pfarrerin Lena Gleußner ihre Bereitschaft, den Dienst in der Gemeinde zu übernehmen und gemeinsam mit Kirchenvorstand und Mitarbeitenden am Aufbau der Gemeinde zu wirken. Der Kirchenvorstand und die Gemeinde bekräftigten ihrerseits, dass sie Pfarrerin Gleußner annehmen, unterstützen und begleiten wollen. Mit Handauflegung, Gebet und Segen wurde Pfarrerin Gleußner für ihren Dienst gestärkt und in ihre Aufgabe gesandt. Gebetet wurde um Freude am Dienst, Kraft, Geduld und Gottes Bewahrung. In persönlichen Worten der Dekanin hob diese hervor, dass Lena Gleußner nicht nur eine engagierte Theologin ist, sondern das Wort Gottes in Predigt, Unterricht und Seelsorge lebendig und nahbar weitergibt. Der Gottesdienst endete mit der Sendung im Namen Christi und der Ermutigung an die Gemeinde, ihre Pfarrerin und ihre Familie zu begleiten, für sie zu beten und gemeinsam Zeugnis des Glaubens zu geben.

Gruß- und Segensworte machten deutlich, wie gut Pfarrerin Gleußner in Kirche und Gesellschaft vernetzt ist. Pfarrerin Sonja von Aschen (Untermerzbach), seit vielen Jahren im Dekanat Rügheim tätig, hob die vertrauensvolle Zusammenarbeit hervor und zeichnete ein starkes Netzwerk aus Kolleginnen, Kollegen und Wegbegleitenden. Lena Gleußner sei eine verlässliche und geschätzte Kollegin. Harald Pascher, Zweiter Bürgermeister der Stadt Ebern, hieß Pfarrerin Gleußner im Namen der Stadt herzlich willkommen. Er unterstrich die Bedeutung der Kirche als Ort der Begegnung und als wichtigen Teil der Gesellschaft:
„Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen spreche ich meinen persönlichen Respekt für Ihre wichtige Aufgabe aus, den Menschen in diesen herausfordernden Zeiten beizustehen“, so Pascher. Aus ökumenischer Perspektive sprach Pastoralreferent Christian Storath von der katholischen Kirche über die beruflichen Herausforderungen des Pfarrdienstes, die nicht nur fordernd, sondern auch persönlich belastend sein können. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit Lena Gleußner in der Vergangenheit und zeigte sich zuversichtlich, dass diese im Geist der Ökumene weitergeführt wird. Der Festgottesdienst war geprägt von einer feierlichen, dankbaren und zugleich fröhlichen Atmosphäre mit zahlreichen Mitgliedern der Kirchengemeinde und der anwesenden Geistlichkeit. Ein kleiner Empfang im Anschluss bot Gelegenheit zu Begegnung, Gesprächen und guten Wünschen. Mit ihrer Einführung und Berufung auf Lebenszeit beginnt für Pfarrerin Lena Gleußner ein neuer Abschnitt ihres Wirkens – getragen von Gottes Zuspruch und einer lebendigen Gemeinde an ihrer Seite.